Prägende Erfahrungen – Lena Borisch nimmt ihre Zuhörer mit ins ferne Indien

„Kulturschock – in Indien? Der traf mich eher, als ich wieder zurück nach Deutschland kam!“ Lena Borisch überraschte die interessierten Zuhörer beim Diwan-Gespräch in der Bibliothek des Goethe-Gymnasiums Bensheim mit dieser Aussage. Es sei der recht sorglose Umgang mit allen Ressourcen, ob Wasser, Strom, Nahrungsmittel, der sie nach einem achtmonatigen Indien-Aufenthalt gestört und auch verstört hatte.  „Incredible India – Leben im Land der Gegensätze“, war das Thema ihres Vortrags, zu dem der Förderverein der Schule geladen hatte.

2011 brach die ehemalige Schülerin des „Goethe“ zu ihrem „weltwärts-Freiwilligendienst“ ins südindische Coimbatore auf, betreut von der Karl-Kübel-Stiftung. Dort arbeitete sie in einem Waisenkinderheim. Veranschaulicht durch viele Bilder berichtete sie vom Tagesablauf in diesem Heim, der Anhänglichkeit der Kinder und Jugendlichen, die nicht immer Verständnis aufbrachten, wenn sie sich einmal in ihr Zimmer zurück ziehen wollte.

Indien, so Lena Borisch, sei ein Land, so vielfältig und riesig, dass man es gar nicht zu erfassen vermag, ein Land, das überrascht, berührt, verwundert, das einen manchmal erschreckt und im Gegenzug oft ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Ein mitreißendes Land, so viel steht für Lena Borisch fest. Spannend erzählt sie von ihren Erfahrungen. Ihr soziales Engagement will sie auch von Deutschland aus fortsetzen und gründete mit Gleichgesinnten den Verein „Dhira e.V.“ (dhira.org) In eger Zusammenarbeit mit einer lokalen Hilfsorganisation fördert der Verein mit seinen Spenden vielfältige Projekte. So ermöglichte die Unterstützung von Dhira e.V. eine Sendung bei einem regionalen Radiosender, die einmal wöchentlich das Thema Frauenrechte offen anspricht. Eine echte Neuerung in Indien, die auf große Resonanz stößt.

Heinz-Jürgen Schocke

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